Wie Schweizer über Deutsche denken

Man hört immer wieder viel zu diesem für mich leidigem Thema. Was denken Schweizer über Deutsche? Dass wir Deutschen in der Schweiz nicht gerade die beliebteste Gruppe bilden ist wohl jedem bewusst der hier lebt.

Ganz wichtig ist sich als Einwanderer selbst zu hinterfragen, das heisst wirklich mit sich selber ins Gericht zu gehen. Was kann ich dafür tun um nicht als Klischee-Deutscher zu gelten? Im folgenden die wichtigsten Regeln, um den Vorurteilen der Schweizer zu entgehen.

1.Nicht zu direkt sein.

Wir gelten hier in der Schweiz mit unserer „unabsichtlichen“ Art zu reden und einzufordern als zu direkt für die Eidgenossen. In der Schweiz herrscht ein höflicher ton. Höflichkeitsformen (die leider nicht für alle Deutschen als normal gelten) sind hier quasi Pflicht.

Beispiel Bestellung beim Bäcker.

Deutsche: Ich bekomme ein Brötchen!

Schweizer: Könnte ich vielleicht ein Brötchen bekommen, das wäre sehr nett. (Natürlich ins Hochdeutsche übersetzt)

2. Preisdebatten vermeiden.

„Was ein Bier für 7 Schweizer Franken? Mensch, ist die Schweiz teuer!“

Auch für mich persönlich einer der Momente um mich fremdzuschämen. Liebe Leute, ja es ist teurer hier. Allerdings verdient ihr auch deutlich mehr Geld und werdet zu dem noch weniger besteuert. Solche Diskussionen und Aussagen sind schlichtweg lächerlich und unangebracht. Gilt natürlich nicht für Touristen. 🙂

3. Schweizer verniedlichen.

Nur weil Schweizerdeutsch in unseren Ohren als niedlich klingt, ist es das noch lange nicht. Vor allem wenn man plötzlich anfängt an hochdeutsche Wörter ein „li“ anzuhängen. Das mögen Schweizer völlig zu Recht nicht! Schweizerdeutsch ist ein Kulturgut der Schweiz und das sollte respektiert werden.

4. Beklagen.

Leute die sich entscheiden in die Schweiz zu gehen, sind häufig unzufrieden mit der Gesamtsituation in Deutschland. Hier angekommen wird sich natürlich auch über alle Sitten der Schweiz beklagt. Essen teuer, Kino teuer, Disco teuer, alles teuer. Dann auch häufig über die viele Arbeit die hier geleistet werden muss und und und. Man sollte die positiven Dinge, die für mich persönlich in der Schweiz überwiegen, nicht ausser acht lassen. Und mal Hand aufs Herz, wenn in Deutschland ja alles besser ist, dann geht doch wieder zurück

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